- Vorbereitung -

 

Reisevorbereitungen

Die ersten Vorbereitungen zum Himalayacross 2005 liegen nun schon ein gutes Jahr zurück. Zunächst ging es darum, die generelle Durchführbarkeit unserer noch vagen und oft belächelten Idee durch intensive Recherche zu überprüfen. Recht schnell wurde uns schon damals der enorme Aufwand der Reiseplanung bewusst. Anders als bei Reisevorbereitungen wie der nach Südamerika oder in das Baltikum gilt es besonders in Russland und China, auch politische Hintergründe zu berücksichtigen, die sich konkret in einem bürokratischen, meist nicht nachvollziehbaren Aufwand niederschlagen. Auch die Erkenntnis, dass politisch motivierte Restriktionen mit geldpolitischen Maßnahmen geregelt werden, kam schnell.
Obwohl es noch immer einige offene Fragen zur genauen Route und zur Visabeschaffung gibt, sind wir überzeugt, dass es möglich ist, die von uns beabsichtigte Strecke von Irkutsk bis nach Kalkutta mit dem Fahrrad zu erfahren.
Meist trifft man bei Anfragen in anderen Ländern, die unsere Reise betreffen, auf Verwunderung oder Ablehnung, weil die Durchführung konkret doch als einfach verrückt angesehen wird.
Ein besonderes Hindernis liegt darin, die ständig neuen organisatorischen Rückschläge zu verarbeiten, und diese durch ständig neues Probieren, Nachfragen und Recherchieren zu überwinden. Ein striktes Nein das zunächst das Aus der Tour bedeuten würde, kann sich oft erst nach einigen Gesprächen als nicht notwendigerweise kritisch herausstellen, bis schließlich ein Weg gefunden wird, um mit dem Problem umzugehen.
So verlangt das Generalkonsulat der Russischen Föderation eine Einladung, ohne die eine Einreise nicht gestattet ist. Normalerweise kann eine solche Einladung nur von einem russischen Verwandten mit zusätzlicher Genehmigung von mindestens zwei weiteren russischen Behörden erteilt werden. Erst nach einem Aufenthalt in St. Petersburg wurde bekannt, dass es auch Einreiseeinladungen über das Internet zu bestellen gibt. Die Preise verschiedener „Einlade-Anbieter“ variierten zwischen 60 und 30 Euro, zu zahlen per Kreditkarte oder Banküberweisung.

In China denkt man nicht in den für uns ´Rechtsstaatsgewohnten Schwarz-Weiß Kategorien´: "Das geht, und das funktioniert nicht". Vielmehr bewegt man sich in einer Grauzone, in der im Prinzip vieles möglich ist. Viel Geduld kann da schon so manches bewirken. Das konnten wir schon bei unserer ersten Organisationsfahrt nach Berlin beobachten, bei der wir uns u.a um Visa und Sondereinreisegenehmigungen mit Fahrrad kundig gemacht haben.
Die Vorbereitung beschränkt sich aber keinesfalls lediglich auf den organisatorischen Teil. Auch sportlich versuchen wir uns durch intensives Training auf die extremen Belastungen vorzubereiten. Mit Hilfe eines Trainingsplanes trainieren wir seit vier Monaten -auch in Finnland- nahezu täglich. Dabei stellt Finnland mit seinen extremen klimatischen Verhältnissen bei Temperaturen von zeitweise unter 30° eine perfekte Umgebung für Winter- und Kältetraining dar. Diese Art von Training hilft uns besonders bei der Vorbereitung auf die Strapazen in Sibirien und im Himalaya.
Um eine gute Leistungsfähigkeit zu garantieren, benötigen wir eine auch optimal auf unser Vorhaben abgestimmte Ausrüstung. Da wir oft enormen Temperaturschwankungen und Witterungsverhältnissen ausgesetzt sein werden, ist die sorgfältige Auswahl des Materials ebenfalls ein wichtiger Bestandteil unserer Planung.



 


© Himalayacross 2005 IMPRESSUM