- Unsere Motivation -

Was uns antreibt:

Lust auf das Fahrrad

Ein wichtiges Ziel unserer Überlandreise ist das Werben für Fahrräder und Human Powered Vehicles (HPV) als “multi purpose transport option“.
Unsere Motivation ging u.a. auch aus dem Wunsch hervor, ein Beispiel für alternative Transportmöglichkeiten in unserer auto-dominierten Welt aufzuzeigen.
Wenn es möglich ist, mit dem Fahrrad von Russland nach Indien zu fahren, so kann auch in einer Zeit, in der Mobilität mit der Verbrennung fossiler Brennstoffe gleichgesetzt wird, das Wort Kraftfahrzeug neu überdacht werden. Das dramatische Wachstum des motorisierten Verkehrs verursacht ernste Umwelt- und Gesundheitsprobleme rundum den Globus:

  • Luftverschmutzung ( Feinstaubbelastung in den Städten ganz aktuell )
  • Erderwärmung
  • Umweltkatastrophen, verursacht durch Raffinieren und Transport fossiler Energieträger (auslaufende Pipelines, Ölverschmutzung durch Supertanker…)
  • Verkehrskollaps
  • Ernsthafte Gesundheitsrisiken durch Asthma und Lungenkrebs und die
  • wenig berücksichtigten Folgen von Lärm und Umweltstress

Diese Probleme nehmen täglich zu und es wird Zeit, sich für Alternativen stark zu machen!!!!

Eine Möglichkeit unmittelbar aktiv zu werden, ist das Fahren eines Fahrrads.
Die Vorteile sind zahlreich und werden unmittelbar offensichtlich:

  • Keine Verschmutzung
  • Kein Lärm
  • Fit und gesund bleiben
  • Sehr sparsam
  • Wenig Platz erforderlich
  • Fossilfrei

Die Lebensqualität und das Verkehrsaufkommen könnten insbesondere in Großstädten enorm verbessert werden.

Nutze die Chance und pedal it!

Globalisierung, was ist das ?

Neben dem Studium des Wirtschaftsingenieurwesens studieren wir angewandte Kulturwissenschaften als Begleitstudium. Hier interessieren uns soziale, ökologische jedoch auch ökonomische Fragen zum Weltgeschehen. Ist es nicht möglich soziale Gerechtigkeit, ökologische Verantwortung und wirtschaftliches Handeln in einem vernünftigen Konzept zu vereinen? Eine schwierige Frage. Ohne eine direkte Antwort liefern zu wollen, möchten wir jedoch alle Interessierten herzlich Einladen einen Blick auf die Seite der Global-Marschall-Plan Initiative zu werfen. Natürlich hoffen wir auf unserer Reise eigene Einsichten und Erfahrungen zum Thema Globalisierung gewinnen zu können.

Abenteuerlust und die Suche nach der Herausforderung

Aber natürlich auch die Abenteuerlust und der Durst, die Welt kennen zu lernen, treiben uns immer wieder zu neuen Herausforderungen. Nachdem wir bereits einige Reiseerfahrungen in Südamerika und anderen Teilen der Erde haben sammeln können, das Studium die letzten vier Jahre aber keine Zeit zum Reisen freigeben wollte, ist nun der Moment für etwas völlig Neues, eine neue Herausforderung gekommen.

Die Entscheidung, unsere Fahrradtour durch Asien zu legen, kam zwar spontan, nicht aber vom Himmel. Zum einen ist Asien eine Region, die uns beiden, abgesehen von Reisen durch Sri Lanka, noch ziemlich unbekannt ist, zum anderen viele Geheimnisse und noch unberührte Natur bereithält. Nicht zuletzt reizt natürlich als Fahrradfahrer, einmal den Himalaya überquert zu haben, ein Gebirge, dass mit den Alpen schlichtweg nicht vergleichbar ist.

Viele Reiseführer versprechen oft Natur und Idylle in den von ihnen empfohlenen Reiseregionen, dennoch entdeckt der ahnungslose Reisende meist schnell nicht weit entfernt den ersten Cola Automaten, Postkartenstände und eine von vielen Touristen frequentierte Umgebung. Unsere Route haben wir bewußt so gewählt, diesen ach so alltäglichen "Zivilisationsschrott" weitestgehend meiden zu können.

Nachdem in den Medien immer mehr von sozialer Ungleichheit, West-Ost und Nord-Süd Verzerrung gesprochen wird, sehen wir in unserer Reise durch den direkten Kontakt zur Bevölkerung eine Möglichkeit, uns ein eigenes Bild der sozialen Zustände zu machen. Während unserer Südamerikareise konnten wir Einblicke gewinnen, die uns durch reines Studium oder Lesen wohl verschlossen geblieben wären. Da wir uns insbesondere mit sozialen, ökonomischen und ökologischen Grenzfragen beschäftigen, hoffen wir die Erlebnisse in unser Studium einbinden zu können.

Wenn man sich die heutige Reiseliteratur betrachtet, so wird man schnell von sensationellen, unglaublichen und sehr individuellen Reiseberichten mitgerissen. Ob es nun Leuten gelungen ist, besonders unzugängliche Teile der Wüste Gobi zu durchlaufen, die Seidenstrasse mit einem Jeep zu durchqueren oder Jahrzehnte des Lebens auf dem Fahrrad durch alle Kontinente gefahren zu sein, alles scheint möglich. Nach dem Motto "höher, schneller, weiter" steigt das Interesse an solchen Reiseberichten.
Natürlich geht es auch bei unserem Vorhaben darum, etwas Besonderes auszuprobieren und unsere eigenen Grenzen zu testen. Dabei werden wir nicht versuchen, uns mit anderen Vorhaben zu messen, sondern stellen die Sicherheit in den Vordergrund.

Schon in Südamerika haben wir während einer 10 tägigen Trekkingtour auf Feuerland abseits der Zivilisation die Erfahrung gemacht: “Nicht das Ende des Weges ist das Ziel, der Weg selbst ist das Ziel“. Kilometerfressen um jeden Preis, um spektakuläres Berichten zu können, ist ganz klar nicht unsere Absicht.

Wir wollen jeden einzelnen Kilometer genießen, unabhängig von Ort und Zeit.

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