Kilometer: keine Angabe
Nach nun mehr als einem Jahr der Vorbereitung auf den Himalayacross wurde es am 02. Juni endlich ernst, wir fliegen nach Irkutsk. Beide haben wir die letzten Tage noch in Karlsruhe und Bonn mit unseren Familien verbracht und trafen uns so erst vor Abflug in Frankfurt. Da noch nicht die ganze Ausruestung verpackt war, kam es in der Ablughalle E8 noch zu einem kleinen Packgelage.
Als dann endlich alles in Kisten verstaut war, wurden die schlimmsten Befuerchtungen wahr, 106 kg Gepaeck, 76 kg Uebergepaeck. Nach einigen Verhandlungen durfte alles mit, lediglich ein Teil unseres Geldbeutelinhaltes musste in Frankfurt bleiben. Gestaerkt mit einem Wiener Schnitzel mussten wir den zweiten Schock verkraften. Nur 15 min nach angegebener Boardingtime standen wir vor einem leeren Abflugschalter, alle Passagiere waren schon abgefertigt. Mit dem letzten Bus und mit etwas Glueck wurden wir zur Tupolev Ty 154 gefahren. Geschafft!!
Der Flug nach Moskau dauert drei Stunden, genug Zeit sich mit den ersten kyrillischen Lettern zu beschaeftigen. Ist das jetzt ein P oder ein R, ein m oder ein t, ein o oder ein a? Wie auch immer, gluecklich kommen wir in Moskau an, wo uns beim Verladen des Gepaecks grosse Hilfsbereitschaft entgegen gebracht wird. Auf dem Weiterflug nach Irkutsk werden wir sogar dank unserer langen Beine in die Businessklasse umgesetzt – das Mitleid war gross. Ganz anders als in Suedamerika lief auch bei der Ankunft in Irkutsk alles glatt. Wie vereibart wurden wir abgeholt und mit zwei Autos zum Hostel gefahren. Soweit wir bisher die Stadt erkunden konnten sind wir sehr positiv ueberrascht.
Anfaengliche Befuerchtungen, die Russen koennten besonders Deutschen gegenueber unfreundlich sein, haben sich nach der ersten Nacht in Irkutsk zerstreut. Um den 7 stuendigen Jetlag zu ueberwinden, konnten wir der Versuchung eines Diskothekbesuches nicht widerstehen und sind dort schnell mit interessanten Leuten ins Gespraech gekommen.
Heute werden wir nun die erste Fahrradetappe planen, die uns schon morgen an das Ufer des Baikalsees fuehren soll. Nach so langer Zeit der Vorbereitung warten wir jetzt beide sehnsuechtig auf den ersten Tritt in die Pedale.